Besuch bei Lenitas

Veröffentlicht am 04.07.2020 in Aktuelles

Besuch bei der Jugendhilfeeinrichtung Lenitas

Immer mehr Kinder und Jugendliche suchen und benötigen Unterstützung in ihrem Leben, aus den unterschiedlichsten Gründen. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Jugendamt, Eltern und Erziehungseinrichtungen, können viele präventive Maßnahmen angeboten werden. Leider genügt dies oft nicht und die betroffenen jungen Menschen brauchen eine stationäre Unterbringung um sich zu entwickeln und ihr Leben in einem angemessenem Rahmen führen zu können. Daher gibt es Einrichtungen, die jungen Menschen das Angebot macht in familiären Wohngemeinschaften aufzuwachsen, zu lernen, zu spielen und sich zu entwickeln.

Bei einem Besuch durch eine Delegation der SPD Helmsheim beim Kinder- und Jugendhilfeträger Lenitas, der zwei Einrichtungen in Helmsheim betreut, machten sich die Anwesenden Sozialdemokraten ein Bild der Situation vor Ort.
 

Zu Beginn des Termins führten die Jugendlichen selbst durch ihre WG und präsentierten diese lebendig. Zusammen mit der Bereichsleitung der Jugendhilfe Ingrid Jakobi und der Einrichtungsbeauftragten Alexandra Nold wurden den BesucherInnen das Konzept der Einrichtungen erläutert. In der Nachbarschaft befindet sich das Mutter-Kind- Haus. In dieser Einrichtung wird (werdenden) Müttern geholfen, eine tragfähige Beziehung zum Kind aufzubauen. Sie werden unterstützt, ihr Leben wieder unter vollständiger Eigenverantwortung weiterzuführen.

 Durch die Offenheit der WG Bewohner war das Eis schnell gebrochen Wünsche und Ziele konnten artikuliert werden. In erster Linie geht es darum, die BewohnerInnen auf ein Leben vorzubereiten, dem sie selbständig und mündig gewachsen sind, dazu werden sie engmaschig im vollstationären Bereich pädagogisch betreutet. Neben den gemeinsamen Aufenthaltsräumen haben die jungen Menschen die Möglichkeit, sich auch in ihren eigenen Zimmern zurückzuziehen. Die gemeinsame Hausarbeit, das Kochen, wie auch das Putzen erledigen die BewohnerInnen selbstständig unter Anleitung. Die BetreuerInnen unterstützen die Jugendlichen bei der Tagesstruktur und auch bei der Zukunftsplanung. Sie helfen Ausbildungsplätze zu finden, die den Bedürfnissen und dem Können der Bewohner gerecht werden. Einer der Jugendlichen möchte bspw. eine Ausbildung zum Heilerzieher antreten, um anderen Menschen helfen zu können.

Aus ihrer eigenen Lehrtätigkeit ist Landtagskandidatin und Ortschaftsrätin Alexandra Nohl immer wieder mit solchen Fällen betraut, deshalb betonte sie die Wichtigkeit solcher Einrichtungen: „Die Lebensrealität sieht mittlerweile so aus, dass viele Kinder und Jugendliche Unterstützung in einem geschützten Rahmen benötigen, daher sind diese Einrichtungen wichtig. So bekommen die Heranwachsenden das nötige Rüstzeug mit auf den Weg. Sie sind geschützt in ihrer Ersatzfamilie und leben hier einen fast normalen Alltag. ES muss geprüft werden, ob es vor Ort Erweiterungsmöglichkeiten geschaffen werden können.“

Ortschaftsrat Maic Lindenfelser bot den Bewohnern beider Einrichtungen eine Führung durch ihre temporäre Heimat Helmsheim an, was auf großes Interesse stieß.

Da immer wieder Anschaffungen benötigt werden, will der Ortsvereinsvorsitzende Özgür Sahin durch Aufrufe in allen Kanälen hier unterstützen.

 
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